Chronik

Auszüge aus der Chronik von 1918 bis 1955

(aus handschriftlichen Aufzeichnung von Gemeindesekretär Franz Schicklberger und Gemeindesekretär Ernst Mair) einige Textstellen können nicht mehr entziffert werden und sind mit „...........“oder ? markiert.

Gliederung der Gemeinde (1918): 4/5 katholisch, 1/5 evangelisch
Häuser: 463 3.218 ha 2.578 Einwohner
Pfarramt, Postamt, Schule, Postamt Mistelbach, Filialkirche Mistelbach Haushaltungsschule, Telegraphen.

Gendarmerie/Postenleiter:    01.06.1918 - 30.04.1940         FRANZ Alois
Gendarmeriemeister:             08.09.1934 - 30.04.1941         Kopplhuber Karl 
                                                10.01.1949 - 06.12.1945         Neubauer Franz 
                                                06.12.1945 - 10.01.1946         Hunsinger Jakob 
                                                08.01.1946 - 28.02.1946         Nusker Adolf 
                                                28.02.1946 - 15.10.1947         Pöpperl Anton 
                                                15.10.1947 -                              Neubauer Franz

Jahr 1918:

30.06.1918               11 russische entwichene Kriegsgefangene eingelangt;
..... 08.1918               6 russische entwichene Kriegsgefangene und 3 Deserteure eingelangt;
21.09.1918               Brand des Kainzengutes, Niederhocherenz 2, Schaden 120.000 Kronen;
29.10.1918               feierliches Manifest: Bildung freier Staat deutsch-österreich ; alles Militär verläßt seinen Standort 
                                    und zog heimwärts, ebenso die Kriegsgefangenen;
02.11.1918               kaiserliche Schilder: Adler mit k. u. k. Aufschriften wurden überall heruntergerissen. Es wurde ein 
                                    Schutzcorps gebildet (6 Mann);
12.12.1918               Ausrufung Deutsch-Österreichs zur Republik;

Jahr 1919:

05.01.1919               Brand bei Mayrzedt, Oberperwend 12, Schaden 50.000 Kronen; Schweine und Fahrnisse 
                                    verbrannten; Ursache: offen brennende Kerze;
02.06.1919               Brand Luckermair Nr.2 durch Blitzschlag;

Jahr 1921:

10.08.1921               Brand Schiefermayrhaus, Hupfau 5 (gehört z.Danglgut, Hupfau) - Blitzschlag; 
                                    Schaden 724.000 Kronen

Jahr 1922:

12.05.1922                Brand Fleischhackergut, Grafing 12, ½ 4 Uhr nachmittag; Schaden 60,000.000 Kronen; durch 
                                     Schornsteinausbrennen;
12.07.1922                Brand des Marxengutes in Rath, Lachgraben 11, Blitzschlag, Schaden: 40,000.000 Kronen;

Jahr 1923:

04.02.1923                6 Jahre alter Schulknabe Joh. Weikl, Oberperwend 3, abgängig gemeldet. am
09.02.1923                wurde festgestellt, daß die Geisteskranke Juli Gattringer, eine Cousine zum Abgängigen, den 
                                    Knaben in den Bach warf, wo er ertrank. Einlieferung ins Kreisgericht Wels;
03.03.1923                wurde die Leiche des Joh. Weikl geborgen und am Friedhof Buchkirchen begraben;

Jahr 1925:

04.05.1925                Eröffnung der Postautoverkehrslinie Wels - Buchkirchen - Eferding - Aschach unter Beisein 
                                    des H. Landeshauptmannes Hauser;
14.12.1925               Franz Kempl, Landwirt in Oberprisching 9 fuhr mit 5 Kindern zur evangelischen Privatschule 
                                    in Jebenstein; durch scheuende Pferde wurde er in der Nähe seines Gutes an einen Baum ge- 
                                    schleudert und schwer verletzt. Nach Überfuhr ins Krankenhaus Wels starb er während der 
                                    Operation an innerer Verblutung im 63. Lebensjahr. Die Kinder wurden nur leicht verletzt.

Jahr 1926:

13.05.1926                Brand des Gurmeyrgutes in Niedergrafing 11, 14.30 Uhr; Ausbruch unbekannt im Stadel; 
                                    auch das Haus Niedergrafing 10 (Strumer) fing Feuer und brannte ab; Schaden 50.000 S.
26.08.1926               17 Uhr badete der Knecht Josef Wiesmayr, geb. 13.3.1908, beim Zwieberger-Hausteich 
                                    in Hupfau 10, und ertrank;

Jahr 1927:

02.01.1927             Brand des Eichmairguts im Weiher, Obergrafing 10; Schaden 80.000 S; Entstehung: 
                                  schlechte elektrische Leitung;
04.06.1927             16 Uhr heftiges Gewitter über Buchkirchen mit Sturm und Hagelschlag, von Südwesten kommend,
                                  ging der Hagel über Wörist, Radlach, Hörling, Ötzing, Holzwiesen, Buchkirchen Schnadt, Sommerfeld,
                                  Nieder- und Obergrafing, Epping, Oberhocherenz, Lachgraben, Hochscharten, Wolfsgrub gegen 
                                  Scharten-Alkoven. Schossen wie Taubeneier verwüsteten sämliche Kulturen und Feldfrucht. 
                                  Auch die Obstbäume erlitten großen Schaden und wurden vielfach entlaubt, Bäume und Kraftstrom-
                                  masten wurden umgeworfen. Schaden ca. 700.000 S um zirka 3.500 Joch; der letzte starke Hagel
                                  war nach Angaben alter Leute im Jahr 1873;
13.06.1927             Landeshauptmann Dr. Schlegel, Landesamtsdirektor Dr. Josef Uttens, Bez.Hauptmann Durnig 
                                  besichtigen den Hagelschaden;
14.10.1927             Brand des Hauses Radlach 23 (Windfluh) gehörig zum Stripflmayrgut, Schaden 3000 S; Ursache: 
                                  unvorsichtiges Hantieren mit einer brennenden Kerze im Ziegenstall durch InwoHnerin Rosina 
                                  Kellermayr.
16.10.1927             Selbstmord des Josef Meyr, geb. 31.1.1900, Landarbeiter, in Wolfsgrub Nr.7 durch Erhängen 
                                  (wegen Alimentleistungen?).

Jahr 1928:

09.07.1928            7 Uhr 15: Brand des Hochhubergutes in Oberperwend Nr. 9, Ausbruch in der Nähe des Kamines. 
                                 Es fing auch das danebenstehende Söllnergut (Gasthaus) in Oberperwend Nr.8 Feuer; beide 
                                 Häuser brannten vollkommen ab; Schaden beim Hochhubergut: 75.000 S, beim Söllnergut 65.000 S;
14.09.1928            Bei der Feldarbeit schlug ein Pferd den Bauernsohn Johann Baldinger in Hartberg 5, so auf den Kopf, 
                                 daß er am 16.09.1928 im Krankenhaus Wels starb;
15.09.1928            21 Uhr: Brand des Hauses Öhnerhäuser Nr. 1, sämtliche Wohnräume ausgebrannt. Die Hilfarbeiters-
                                 gattin Anna Meyr, geb. 8.11.1904, welche schwer mit Lungentuberkolose darniedelag und die Kinder 
                                 Franz Eggertsberger, geb. 23.03.1923, Rudolf Heumandl, geb. 1925, fielen dem Feuer zum Opfer und 
                                 verbrannten, bei den Rettungsarbeiten dieser 3 Personen erlitt die am 4.2.1975 geborene Landar-
                                 beiterin Rosina Schindlbauer derart schwere Brandwunden, daß sie am
16.09.1928             um 5 Uhr noch starb (Schaden 10.500 S);
18.09.1928             Begräbnis aller 4 Personen am Ortsfriedhof Buchkirchen. Verdacht der Brandlegung durch den Ehe-
                                 gatten der verbrannten Anna Meyr, namens Franz Meyr, der in der hölzernen Wohnung eine brennende 
                                 Kerze stehen ließ und im Freien auf einem Strohhaufen schlief.
28.10.1928            18 Uhr 45: Brand des Niederransmayrgutes in Oberprisching 12; Schaden 80.000 S; Brandursache: 
                                 das Feuer legt mit einem Zündholz der Knecht Leopold Schartner, geb.30.10.1910, nach vorherigem 
                                 Streit mit dem Besitzer Julie Kirchmayr;

Jahr 1929:

20.02.1929            4 Uhr 30 Brand des Meirgutes in Oberperwend Nr. 3 (Roitmayr), Schaden: 20.000 S; und bei Josef 
                                 Zeilmair (Schmidhubergut), Oberperwend Nr. 4, (Schaden 25.000 S) vermutlich Brandlegung im 
                                 Stadel des Meirgutes;
08.04.1929            Brand des Riedlgutes in Oberperwend Nr. 5 (Wohngebäude durch Feuermauer geschützt blieb stehen), 
                                 Schaden: 40.000 S;
04.07.1929            18 Uhr Sturm über Buchkirchen; die Scheune des H. Pointinger, Oberperwend Nr 9, die 1928 wieder 
                                 aufgebaut wurde, wurde wie ein Kartenhaus umgestürzt; viele Bäume in der Gemeinde umgerissen; 
                                 Telefon-, Licht- und Kraftstromleitungsmasten umgelegt, großer Schaden an den Feldfrüchten, 
                                 Obstbäumen und Wäldern. Die älteren Leute konnten sich an einen solchen Sturm nicht erinnern. 
                                 480 Obstbäume, Wert 34.945,- S; Wald........... 347 m³, 31.000 S nur der Schaden;
12.08.1929            Selbstmord durch Ertrinken: Anna Aigner, Landwirtin Mair a. Berg, Hupfau 9, hat sich in der 
                                 ca. 800 m vom Hause entfernten Wäschelacke ertränkt (Sinnesverwirrung);
06.10.1929            21 Uhr: 2. Brand des Hochhubergutes in Oberperwend 9, Brandausgang beim Holzstoß hinter der 
                                 Scheune zum Hausbereich, es wird Brandlegung vermutet. Schaden 55.000 S;

Jahr 1930:

20.08.1930            9 Uhr 30: Brand des Hirtmair-Häusl, Spengenedt 18, Schaden 6.000 S; Brandursache: 
                                 das 3 Jahre alte Kind Josef Priglinger? erwischte Zündhölzer und spielte damit und zündete 
                                 den Reisighaufen beim Ziegenstall an;
22.08.1930            Tod durch Wespenstich: Theresia Grabmair, geb. 18.10.1893, Magd, Hundsham 18, hat im 
                                 ca. 23 Uhr in ihrer Schlafkammer Honig gegessen, worin sich eine noch lebende Wespe befand. 
                                 Die Wespe gelangte in den Schlund und stach die Grabmair . Nach zk. 10 Minuten starb Grabmair 
                                 nach rasenden Schmerzen den Erstickungstod;

Jahr 1931:

27.03.1931            Auffindung einer Leiche in einem freistehend Stadl in Niederlaab (Margarete Holleis, geb. 6.3.1902); 
                                 Todesursache: nach Obduzierung wurde festgestellt, daß ihr Tod durch Erschöp- fung und Erfrierung 
                                 eingetreten ist;
07.07.1931            14 Uhr 30: Brand des Lipplgutes in Schnadt Nr. 10, auch das Nebenhaus zu Schnadt Nr. 8 wurde 
                                 miteingeäschert, Schaden Nr.10: 26.000 S, bei Zuhaus zu Nr. 8 1.500 S; Brandursache: der 
                                 4-jährige Sohn Josef Moser vom Lipplgut verursachte im Heuboden ein Peterlfeuer;
13.09.1931             Heimwehrputsch, an diesem sollte der Heimwehrführer Ernst Starhemberg in Buchkirchen reden; 
                                 die Veranstaltung fand nicht statt;
17.09.1931             8 Uhr 30: Brand des Hauses Epping Nr. 16 (Zauner Michl), Schaden 4.000 S; 
                                  Entstehungsursache unbekannt;
11.10.1931             Brand in Hartberg Nr. 12, (Hödl) 2 Uhr früh, Schaden 4.500 S;
03.12.1931             Tödlicher Unfall: um 14 Uhr stürzte der 1855 geborene Landwirt Franz Bauer, Mistelbach 18, in 
                                  seinem Hause von einer Leiter zk. 4 m ab. Infolge innerer Verblutungen war er binnen 
                                  2 Stunden eine Leiche;

Jahr 1932:

06.02.1932             Erstickungstod eines Kindes: das Kind Brunhilde Rumpfhuber, geb. 30.9.1930, Radlach 6, 
                                 wurde um 9 Uhr vormittag im Bette unter dem Tuchent erstickt aufgefunden. Spuren von Gewalt 
                                 waren nicht feststellbar, nur mangelnde Aufsicht;
12.04.1932             23 Uhr: Brand in Mistelbach 13, Besitzer Hofer Mathias, vermutlich durch schadhaften Kamin. 
                                 Die Altersrentner Theresia Aichinger 1854 geb. konnte sich nicht mehr retten, erlitt so schwere 
                                 Brandwunden, so daß sie am 18.4.1932 starb; Schaden 8.000 S;
22.07.1932             0 Uhr 30: Brand in Holzwiesen 2 (Besitzer Franz Kubinger); Schaden 4.000 S; Der Besitzer 
                                 Franz Kubinger wurde wegen Versicherungsbetrug zu 6 Monaten schw. Kerker verurteilt;
14.08.1932             Selbstmord durch Ertrinken: Elise Hausmayr, Niederlaab 24, hat sich um zk. 7 Uhr früh in Niederlaab, 
                                  in geistiger Umnachtung ertränkt.
12.10.1932             2 Uhr früh: Brand des Hauses der Eheleute Märzinger in Schnadt Nr.12, Brandursache: Fahrlässigkeit?
23.10.1932             17 Uhr 30: Brand des Hauses Spengenedt 10 (Bauer v.d.Eich); Schaden S 40.000, Brandursache: 
                                  Knecht Karl Doppler war mit brennender Zigarette im Heu, ( wahrscheinlich fiel mit der Asche auch 
                                  etwas Glut mit und zündete [Fahrlässigkeit]);
05.12.1932             11 Uhr 30: Brand des Hauses Sommerfeld 15 (Schern......hausergut), Schaden 8.000 S; 
                                  Brandursache: schadhafter Kamin;
08.12.1932             01 Uhr 30: Brand in Buchkirchen Nr. 32 (Reitinger Johann u. Martina), Schaden 6.000 S; 
                                  Brandursache: schadhafter Kamin;

Jahr 1933:

02.03.1933             Übergabe der Schartenerstraße an Land OÖ.
28.04.1933             15 Uhr :Verbrennungstod: Witwe Maria Hochhauser, geb. 31.3.1854, wh. in Lachgraben 3, 
                                  Sie saß beim Ofen, durch Herausfallen von Glut fing die Auszüglerin Feuer und erlitt Brand- 
                                  wunden 3. Grades und starb um 21 Uhr;
01.06.1933             Beginn der Selbstverpflegung im Armenhaus;
23.06.1933             Grundsteitigkeiten Hack-Hochmayr, Gerichtskommission;
02.07.1933             Gesamtübung sämtlicher Feuerwehren von Buchkirchen (Pfarrhof)
09.08.1933             Tod durch Starkstrom: Grabmair Peter, geb. am 1.6.1926, Demlsohn, Hartberg, Volksschüler ging 
                                  in die unversperrten Motorräume und schaltete den Motor ein, dürfte mit der Hand in die Schaltdose 
                                 gegriffen haben, war sofort tot;

Jahr 1934:

12.02.1934             Marxistenaufstand: Standrechtsverfügung über OÖ; der Ortsschutz der Heimwehr 20 Mann stellte 
                                  sich dem Gendarmerieposten zur Verfügung;
27.03.1934             Gründung der vaterländischen Front in Buchkirchen;
01.05.1934             Nationalsozialistische Bewegung in der Gemeinde. In der Nacht vom 30.4.1934 - 1.5.1934 in Elend, 
                                 Gemeinde Buchkirchen ein 6 m langes und 3 m hohes Hakenkreuz abgebrannt;
21.05.1934             Flugtag in Wels (Fliegeraufnahmen von Buchkirchen);
25.07.1934             Nationalsoz. Aufstand: Ermordung des Bundeskanzlers Dr. Dollfuß; Im Ort Buchkirchen 30 Mann 
                                  Ortswehr; in Tätigkeit sind 25 Mann Jägerzug; Ruhe in der ganzen Gemeinde;
28.07.1934             Wurde der Jägerzug (Heimatschutz) nach Wels abgesendet;
25.09.1934             Leichenbegräbnis von Altbürgermeister Johann Moser;
27.09.1934             12 Uhr: Auszugbauer Berghammer Johann, geb. 24.12.1871, in Ortschaft Schnadt 
                                  (bei Tischler in d. Setz) durch Pferdehufschlag auf den Hinterkopf tödlich verletzt 
                                  (Scheuen der Pferde und Sturz vom Wagen);
05.11.1934             11 Uhr: Erschießen durch Unvorsichtigkeit: Franz Aigner, geb. 12.7.1912, Kleinhäuslersohn, 
                                  Lachgraben 8, hat sich beim Hantieren mit einer Brown Pistole selbst erschossen;
22.12.1934             Tödlicher Unfall beim Baumfällen: Pferdeknecht Alois Hofstadler, geb. 30.4.1914, beim Feichtl 
                                  Niederlaab 9, um 16 Uhr beim Baumfällen im Wald nächst Niederlaab. Beim Fällen einer Eiche, durch 
                                  Einzwängen zwischen Ast und Eichenstamm Erdrücken des Brustkorbes tödlich verunglückt;

Jahr 1935:

30.07.1935            Durch Einbruch beim Wirtschafter Martin Lehner in Wörist 3 wurde demselben sein Motorrad gestohlen. 
                                 C.14.036, Schaden 1.400 S;
15.08.1935            Durch Einbruch beim Landwirt Andreas Freimüller, Niederbauer, Ennsberg, wurde demselben sein 
                                 Motorrad BMW C.16.469, Wert 2.500 S gestohlen;
30.08.1935            Landesstreifung gegen Bettler und herumziehende Personen;
28.10.1935            Jagdversteigerung;
31.10.1935            Landesstreifung gegen Bettler und herumziehende Personen;

Jahr 1936:

14.04.1936            Brand des Anwesens Haberfelden Nr.2 (Scheckgut) um zk. 16 Uhr 30, Schaden 40.000 S, der einzige 
                                 Sohn Johann Scheck, geb. 26.7.1912, war seit Brandausbruch abgängig;
15.04.1936            wurde er in der Früh als verkohlte Leiche unter den Trümmern des niedergebrannten Stallgebäudes 
                                 gefunden. Ursache: Unglückliche Liebe mit einer Magd (Ottilie Eckersdorfer) (schwere Vorwürfe 
                                 der Eltern);
13.06.1936            Weiß-Zöbl in Ötzing, Gerichtskommission, Grundstreitigkeiten;
21.06.1936            Haushaltungsschule Mistelbach, 50-jähriges Bestandjubiläum; Erschienen sind: Staatsrat, 
                                 Minister a.D. Florian Födermayr, Landesrat Kern sowie 600 Alt- zöglinge; Besuch des Bischofs in 
                                 Mistelbach anläßlich des 50-jährigen Bestandjubiläums; 11.07.1936 Musterung des Jahrgangs 1915 
                                 - Einführung der allgemeinen Dienstpflicht;
29.09.1936            Vergiftungstod eines Kindes: das am 17.10.1934 geborene Kind Adolf Panhuber, Hundsham 12 wohn-
                                 haft, hat am 29.9.1936 sogenannte Pfaffenhütl gegessen und ist darauf am 01.10.1936 verstorben;
25.10.1936            Wahl in den Ortsbauernrat;
02.11.1936            Dr.Dollfuß-Tafel - Enthüllung in Mistelbach;

Jahr 1937:

01.03.1937            Anna Sturmbauer, geb. Hager, geb. 7.6.1885, wh. in Hupfau 19, hat sich um die Mittagsstunde in 
                                 einem Gestrüpp an einem Erlenbaum mit der Schürze erhängt (Sinnesverwirrung);
06.04.1937            Musterung des Jahrganges 1916;
24.05.1937            15 Uhr 30, Empfang des Bischofs Dr. Johannes Gföllner zur Firmung in Buchkirchen, 
                                 20 Uhr 30 Fackelzug;
25.05.1937            Firmung in Buchkirchen;
26.06.1937            Leopoldine Kaftan, geb. 1880, Lehrerin in Buchkirchen 39, wurde beim Gastwirt Traunmüller als
                                 sie um 17 Uhr vorbeiging von einem Stier angefallen und mit Hörnern und Hufen schwer verletzt; 
                                 schwere Rippenbrüche, Schlüsselbeinbruch; Verletzungen an Händen und Kopf; Wurde ins 
                                 Krankenhaus Wels gebracht;
25.08.1937            wurde dem Bauern Hermann Ritzberger, Oberhocherenz 10, durch Einbruch sein Motorrad 
                                 C 14.306 gestohlen; 
24.09.1937            Derfler Michl, geb. 9.8.1858, Häuser, Holzwiesen 4, wurde von einer Kuh, die vor dem Wagen 
                                 gespannt war, niedergestoßen und schwer verletzt und starb am 25.9. mittags; durch ein Flugzeug, 
                                 das in geringer Höhe flog, wurde die Kuh scheu;
12.11.1937            Musterung des Jahrganges 1914;

Jahr 1938:

27.02.1938            Großer Faschingszug in Buchkirchen;
09.03.1938            kündigte Bundeskanzler Dr. Karl von Schuschnigg in Innsbruck eine allgemeine Volksbefragung an,
                                 ob Österreich ein unabhängiger Staat bleiben soll.
11.03.1938            Schuschnigg dankte ab und Seiß Inquard übernahm die Regung und ergriff die nat.soz. Partei die 
                                 Macht in Österreich
11.03.1938            8 Uhr abends; Aufmarsch in Wels, Übernahme der Macht durch die NSDAP, 23 Uhr 30 Besetzung 
                                 des Gendarmeriepostens Buchkirchen, wo beim Fenster eine Hakenkreuzfahne gehißt wurde, 
                                 durch die S.A.Trupps aus Wels;
12.03.1938             Festzug durch den Ort, Ansprache des P.G. Gustav Pürgy, Oberlehrer, am Dorfplatz; ca. 500 deutsche 
                                 Flugzeuge überflogen Österreich mit dem Ziel Wien; um 19 Uhr traf der Führer und Reichskanzler 
                                 Adolf Hitler in Linz ein, wo er von einer großen Menge begeistert begrüßt wurde;
13.03.1938            15 Uhr bis 17 Uhr Einmarsch und Einquartierung d. ersten deutschen Truppen (Infanterie- Regiment 
                                 Nr. 41 von Amberg-Pfalz) in Buchkirchen, zk. 300 Mann und 40 Pferde; die Trup­pen wurden auf das 
                                 Herzlichste begrüßt und in die Quartiere geleitet; bei Nacht Radiobericht, daß Anschluß an 
                                 Deutschland vollzogen.
15.03.1938             kam eine Überfall..... der deutschen Schutzpolizei nach Buchkirchen und suchte nach Waffen, war
                                 jedoch ergebnislos verlaufen; Mit Bundesgesetzblatt vom 14.3.1938 wurde der Bundesstaat 
                                 Österreich aufgehoben und als Land des Deutschen Reiches erklärt. Es wurde daher Adolf Hitler 
                                 oberster Herrscher des österr. Heeres, Polizei und Gendarmerie;
16.03.1938             Einquartierung des Regiments-Stabes und Regiment-Musik, Infanterie Regiment Nr. 95 aus Koburg 
                                  ca. 120 Mann, 40 Pferde und Auto in Buchkirchen;
17.03.1938             Musterung der Jahrgänge 1917 und 1918; Vor dem Gasthaus Traunmüller fand um 17 und 18 Uhr 
                                  ein Platzkonzert der Regimentsmusik I.R. 95 statt;
23.03.1938             Beeidigung der Gendarmerie in Wels auf den Führer Reichskanzler Adolf Hitler; Von der Landeshaupt-
                                  mannschaft Linz, Zl.: II 445/10, wird Johann Ecker, Hupfau 1, zum Bürgermeister ernannt;
27.03.1938             Wählerversammlung bei Gasthaus Schuh;
29.03.1938             Wählerversammlung bei Gasthaus Hubinger;
01.04.1938             Einführung der Reichsmark-Währung in Österreich, Umtausch S 1,50 = 1 Reichsmark. Vom 1.4.1938 
                                  war daher in Reichsmark zu rechnen; Wählerversammlung bei Minichmayr Oberperwend;
05.04.1938             Wählerversammlung bei Zauner in Mistelbach;
08.04.1938             Wählerversammlung bei Minichmayr Oberperwend;
09.04.1938             Tag des Großdeutschen Reiches 1938; Fest; alle Häuser waren beflaggt und bekränzt. Von 
                                  18 - 19 Uhr am Dorfplatz, Platzkonzert der Musikkapelle Buchkirchen. Nach der Führerrede 
                                  großer Fackelzug (21 Uhr) in Buchkirchen;
10.04.1938             Volksabstimmung in Österreich über den Anschluß an Deutschland; 
                                  Buchkirchen: 
                                  Stimmberechtigte Personen: 1.502 
                                  Abgegebene Stimmen: 1.501 
                                                   Ja-Stimmen: 1.500 
                                               Nein-Stimmen:        1
20.04.1938             Am Ortsplatz in Buchkirchen wurde eine Hitler-Eiche zum Andenken an den 50. Geburtstag 
                                 des Führers u. Reichskanzlers Adolf Hitler gepflanzt;
01.05.1938            Maifeier in Buchkirchen, großer Maibaum, Platzmusikkonzert; Aufmarsch der Jugend zu einer 
                                 Jugendfeier und Aufmarsch der Partei mit Musik zur Rede des Führers A. Hitler;
09.05.1938            Pferdemusterung;
19.05.1938            Hans Moser zum Bürgermeister von Buchkirchen ernannt;
02.06.1938            Josef Hofmair, Sekretär i.R., verstorben; 01.07.1938 Einführung des Rechtsfahrens in Österreich;
31.07.1938            Verbrennungstod eines Kindes: Zaininger Bruno, geb. 6.5.1935, Niedergrafing 3, mit einer heißen
                                 Rahmsuppe verbrüht; noch am gleichen Tag U verstorben;
20.08.1938            Musterung in Wels;
24.08.1938            Erste Besprechung der Hausbesitzer von Buchkirchen wegen Luftschutz und Verdunkelung zwischen 
                                 23. u. 24.8.1938 - Verdunkelungsübung;
16.09.1938            Auftritt der Maul- und Klauenseuche in Buchkirchen (Niederlaab 5) - Anfang September tritt diese 
                                 Seuche erstmalig beim Linnergut in Mitterlaab auf;
29.09.1938            Einquartierung ; 140 Mann, 24 Unteroffizieren, 4 Offizieren, mit 80 Lastautos u. Omnibussen, 
                                 4 PKW, 10 Motorräder des Transportregiments Berlin, welche Truppen im besetzten Sudeten-
                                 Deutschland geführt haben; Einquartierung bis 6. 10.1938;
04.10.1938            Beginn eines DRK-Kurses beim Gasthaus Hubinger in Buchkirchen;
06.10.1938            Abfahrt des Transport Regimentes nach Freistadt;
04.11.1938            Erbhofrollen - Anlegung;
16.11.1938            Verhandlung mit dem Stift Kremsmünster wegen Grundtausch - Sportplatz;
06.12.1938            Musterung in Wels;
14.12.1938            Reichsautobahn - Begehung in Buchkirchen, Gauleiter Bürkl in Wels; 

Jahr 1939:

01.01.1939          Einführung der Standesämter;
18.01.1939          Tödlicher Unfall beim Baumfällen: Franz Haslmayr, geb. 4.11.1874, Oberhocherenz 4 bedienstet, 
                               wurde um 8 Uhr früh beim Baumfällen durch den Baumstamm erdrückt und war sofort tot. Fremdes 
                               Verschulden liegt nicht vor.
24.02.1939          Gemeinderatssitzung und Gemeindediener-Bestellung;
01.03.1939          Johann Wimmer, Gde.Diener, Dienstantritt;
20.03.1939          10 Uhr vormittag: Brand des Schirkengutes in Hartberg Nr.5, Gesamtschaden: 18.000 RM 
                               Ausbruch unbekannt;
28.03.1939          10 Uhr 15 vormittag: Absturz eines Militärflugzeuges F.M.Nr.44 v. Fliegerhorst Wels bei der Ort-
                               schaft Schickenhäuser (Lichtenwagner) und geriet in Brand. Flugzeugführer Unteroffizier Hermann 
                               Kaisner aus Osnabrück, 1912 geboren erlitt den Tod durch Verbrennen. Der Flugschüler 
                               Ltn. Hartmann erlitt schwere Brandwunden und konnte durch den Landwirt Matth. Lichtenwagner, 
                               Schickenhäuser 8, aus dem brennenden Flugzeug gerettet werden. Leutnant Hartmann wurde mit 
                               dem Rettungsauto u. Uffz. Kaisner mit dem Leichenauto nach Wels gebracht;
01.04.1939          Musterung der Jahrgänge 1906 und 1907;
24.04.1939          Fischwasserversteigerung; 04.05.1939 Drei-Kronen-Saal Wels, Wehrversammlung;
15.05.1939         17 Uhr 30 Brand des Baummörtlgutes in Ötzing 4; 1 Stier u. 6 Schweine verbrannten. Das Feuer
                              dürfte durch Funkenflug aus dem Kamin entstanden sein (Strohdach);
09.06.1939          Einquartierung, 5 Hauptleute, 5 Feldwebel, 14 Offiziere, 140 Mann u. 120 Pferde;
12.07.1939          Tödlicher Unfall beim Kirschenpflücken: Josef Schiefermayr, geb. 2.2.1895 fiel in Hupfau Nr.16 
                              (Fellnergut i. Hölzern) um zk. 9 Uhr von der 7 Meter hohen Leiter und erlitt einen Halswirbelbruch.
                               Der Tod trat in kurzer Zeit ein;
09.08.1939          Wels, Bummererwiese - Motorrad-Vormusterung;
29.08.1939          Musterung der Jahrgänge 1918 und 1919;
01.09.1939          Kriegserklärung mit Polen; der Feldzug dauert 18 Tage. Auch Buchkirchner mußten einrücken und 
                               waren beim Polenfeldzug dabei; Einführung der Lebensmittelkarten;
11.09.1939          Musterung der Jahrgänge 1917, 1918 und 1919 (Landdienstlager Buchkirchen Nr.21);
    .09.1939           Kriegserklärung Englands u. Frankreichs an Deutschland;
05.11.1939          Verkehrsunfall: Um zk. 9 Uhr 30 stieß beim Gasthaus Traunmüller der Motorradfahrer Franz Baldinger 
                               und Radfahrer Hermann Lehner zusammen. Beide erlitten eine Schädelbasisfraktur. Franz Baldinger ist 
                               noch am gleichen Tag im Krankenhaus Wels gestorben;
Anf.Dez.1939       Ankunft polnischer Landarbeiter;
13.12.1939          Ausgabe der ersten Kleiderkarten;
18.12.1939          Kraftfahrzeug-Musterung;

Jahr 1940:

31.01.1940          Pferdemusterung in Buchkirchen (200 Pferde);
13.02.1940          Musterung der Jahrgänge 1908 und 1909; 
15.02.1940          Sehr großer Schneesturm, Schneeverwehungen bis 3 Meter über die Straße;
17.03.1940          Leichenbegräbnis des Med.Rates Ernst Walch, welcher 40 Jahre Gemeindearzt war;
31.03.1940          Wehrversammung im Gasthaus Schuh; sämtliche gediente Wehrpflichtige einschließlich Bundesheer-
                               gediente der Geburtsjahrgänge 1897 bis 1918 mußten erscheinen;
24.04.1940          Musterung der Jahrgänge 1904 und 1905;
09.06.1940          Notlandung eines Militärflugzeuges zk.20 Uhr 30 Militärflugzeug D.O. 17CKYJ von Großkampfflieger-
                               schule Hörsching in Mistelbach unweit des Hofmairhauses auf der Wiese notgelandet; Flugzeugführer 
                               Leutnant Baumgartner wurde schwer, der Flieger Geretz? gleichfalls schwer, der Gefreite Ditmar leicht 
                               verletzt. Leutnant Baumgartner ist noch am gleichen Tag im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen;
12.06.1940          Nachmusterung des Jahrganges 1913;
13.06.1940          Nachmusterung des Jahrganges 1914;
14.06.1940          Musterung des Jahrganges 1921, Nachmusterung der Jahrgänge 1913 bis 1920 (Erh.Res.II);
17.06.1940          Nachmusterung der Jahrgänge 1916 bis 1920;
20.07.1940          Durch Herabziehen eines Gefäßes mit heißer Milch verbrühte sich der 16 Monate alte Ziehsohn der 
                               Eheleute Joh. u. Aloisia Aichinger, Schickenhäuser 13, so schwer, daß er am 25.7.1940 im Kranken-
                               haus Wels starb;
27.07.1940          Eintreffen der ersten französischen Kriegsgefangenen: Um 21 Uhr trafen aus dem Lager Gneixendorf 
                               bei Krems Stalag 17 b (Neulager 17 b) 30 gefangene Franzosen ein. Saal Gasthaus Hubinger wurde 
                               Gefangenenlager. Vom Lager aus mußten sie täglich zu den Bauern zu Arbeit gehen; sie erhielten vom 
                               Bauern Verpflegung und mußten per Tag und per Mann 1 RM an die Stalag zahlen; 
12.08.1940          Es trafen weitere 30 Kriegsgefangene ein. Aufteilung: 10 Lager Buchkirchen, 10 Lager Mistelbach und 
                              10 Lager Oberperwend bei Riedl;
17.08.1940          Musterung der Jahrgänge 1900 bis 1903;
28.08.1940          Fischwasserverpachtung Haiding;
02.09.1940          Das 3 ½ Jahre alte Kind Friedrich Steinerberger, Oberhocherenz 17 wohnhaft, fiel in ein am Boden 
                               stehendes heißes Wasser und verbrühte sich so schwer, daß es am 4.9.1940 um 1 Uhr 30 starb;
21.10.1940          Einflug engl. Flieger, Flugzettel über Buchkirchen abgeworfen in tschechischer Sprache;
28.10.1940          Pferdemusterung; 04.11.1940 1. Stierkörung in Buchkirchen;
28.11.1940          Musterung des Jahrganges 1922;
03.12.1940          Allgemeine Viehzählung;

Jahr 1941:

09.02.1941         Brand der Küche bei Berger in Haberfelden Nr.6 um Mitternacht. Die beiden Kinder Friedrich Schaffrath
                              geb. 17.3.1934 und Franz Schaffrath, geb. 20.04.1937, starben an Rauchvergiftung; Der Brand entstand
                              durch Entzündung des nahe um den Ofen aufgeschlichteten Holzes;
20.03.1941         Aus dem Lager Krems Gneixendorf kommen weitere 39 Gefangene Franzosen zur Arbeit bei den Bauern. 
                              20 kommen ins Lager Buchkirchen, 9 Lager Mistelbach, 10 Lager Oberperwend;
01.05.1941         In Buchkirchen und Hörling Einquartierung: 2 Bataillon der SS-Panzerdivision Reich. 97 Mann und 
                              Kraftfahrzeuge. Bataillonkommandant Major Schmidhuber war beim Bauern Josef Weiß , Hörling ein-
                              quartiert. Geschäftszimmer im Gasthaus Traunmüller. Abreise nach Osten (Rußland?) am 13. Juni 1941;
13.07.1941         Goldene Hochzeit: Johann und Maria Petermayer, Buchkirchen 9, Gedenkfeier im Gasthaus Schuh -
                              Buchkirchen. Ortsgruppenführer Pürgy hielt eine Gedenkrede und überreicht 100 RM sowie Ehren-
                              urkunde von Gauleiter Eigruber;
01.11.1941         Schnee und -10 ° C Kälte;
05.11.1941         Starker Schneefall;
06.11.1941          ½ Meter Schnee, Autoverkehr eingestellt, Laub noch auf den Bäumen;
14.11.1941         Oststurm
15.11.1941         Oststurm, viele Wald- und Obstbäume geknickt;
11.12.1941         18 Uhr 53: Flugzeugabsturz auf Parz. 600, KG Mistelbach, Ortschaft Oberhocherenz u. od. 12.12.
                              Haberfelden, 3 Tote, 1 Schwerverletzter; Militärflugzeug Type HE 111 des Flughafens Hörsching 
                              brennend abgestürzt. Das Flugzeug wurde vollständig zertrümmert und lagen die Trümmer im Umkreis 
                              von 100 Meter herum. Die Toten waren unkenntlich zugerichtet;

Jahr 1942

17.01.1942          Pferdemusterung in Wels;
05.02.1942          Musterung Jahrgang 1924;
17.02.1942          Starker Schneefall, beim Paullehner, Buchkirchen 25 war der Dachstuhl auf der Südseite durch 
                               Schneedruck eingestürzt;
02.03.1942          Ritzberger, Oberhocherenz; Kuhstall eingedrückt;
01.04.1942          Musterung der Jahrgänge 1897, 1898 und 1899;
18.05.1942          Musterung der Jahrgänge 1903;
26.05.1942          Musterung d. Mädel Jahrgang 1924;
28.06.1942          Standesamt: Mittermair-Proprenter - Ferntrauung;
02.07.1942          Pferdemusterung;
10.07.1942          Brand Schickenhäuser 7: um zk. 21 Uhr 30 Brand in Scheune des August Jellmair, durch Heuselbst-
                              entzündung; 60 Hühner verbrannten. Nach 50-stündiger Arbeit gelöscht, ohne daß der Stadel 
                              abbrannte. Feuerwehren Buchkirchen, Scharten und Wels mit 3 Zügen, 20 französische Kriegsge-
                              fangene, 20 Mann Militär v. Flughafen, 15 Mann und technische Nothilfe haben tatkräftig mitgeholfen;
19.08.1942         Musterung Jahrgang 1925;
22.08.1942         15 Mütter mit 29 Kindern aus luftgefährdeten Gebieten (Essen Rheinland) eingelangt - Flüchtlinge 
                              mußten in der Gemeinde untergebracht werden;
03.09.1942          um ca.14 Uhr 30 fiel der 2 ½ Jahre alte Sohn Bruno Zaininger, Niedergrafing 3, mit dem Gesäß in eine 
                              heiße Schweinesuppe und erlitt an den Schenkeln, Gesäß, Unterleib derartige Verbrühungen, daß er am 
                              4.9.1942 um 22 Uhr an Folgen dieser Verbrühungen starb.
11.11.1942         Fragebögen für sämtliche russische Ostarbeiter;
20.11.1942         Musterung;

Jahr 1943

27.01.1943          Kriegstrauung Hödl-Edlmair;
15.02.1943          Brand in Schnadt Nr. 8 (Jaglgut) um 15 Uhr 30 durch Kurzschluß beim Holzschneiden. Das Vieh und 
                               Fahrnisse wurden gerettet. Schaden 25.000 RM;
02.03.1943          Pferdeaushebung in Wörist, 16 Stück;
20.03.1943          8 Uhr 30: Flugzeugabsturz 100 m südlich vom Sixmairgut in Ötzing; 1 Obergefreiter, 1 Offizier 
                               (Flugschüler und Lehrer) beide tot;
12.04.1943          15 Mütter und 30 Kinder aus Düsseldorf; Flüchtlinge mußten im der Gemeinde untergebracht werden;
07.05.1943          Musterung Jahrgang 1926, RAD;
15.05.1943          1 Uhr nachts, Nachtübung des Militärs, Erstürmen von Buchkirchen, durch schießen ganze Bevölkerung 
                               geweckt;
27.05.1943          15 Uhr: Brand des Mitterschirkenhauses Schickenhäuser Nr.2 durch Blitzschlag; Schaden: 35.000 RM; 
                               Feuerwehren: Fliegerhorst Wels, Feuerwehr Buchkirchen u. Puchberg;
15.06.1943          Musterung des Jahrganges 1926;
30.06.1943          35 Flüchtlinge aus Düsseldorf eingelangt, Unterbringung in Buchkirchen;
02.08.1943          Musterung in Wels;
04.08.1943          Pferdemusterung in Buchkirchen;
08.08.1943          11 Uhr nachts; die Bekanntgabe der vollständigen Kapitulation von Italien (Marschall Budolir und 
                               König Viktor Emmeril), schlug wie eine Bombe ein. Die Landwehr wurde aufgeboten und versah Dienst 
                               am Gendarmerieposten.
19.08.1943          Sehr heißer Tag, 45 ° C;
20.08.1943          Sehr heißer Tag, 48 ° C;
21.08.1943          Sehr heißer Tag, 48 - 50 ° C;
22.08.1943          Sehr heißer Tag, 48 - 50 ° C;
10.09.1943          Kleiderausgabe für Ostarbeiter bei Traunmüller;
24.10.1943          Fliegeralarm zu Mittag (Wiener Neustadt)
31.10.1943          Fliegeralarm zu Mittag (Wiener Neustadt)
02.11.1943          Fliegeralarm 3 Uhr nachmittag;
08.12.1943          Musterung Jahrgänge 1889 bis 1893;

Jahr 1944

07.01.1944          ½ 3 Uhr, Flugzeugabsturz in Oberperwend (Jagdzerstörer), abgebrannt, 2 Tote; September 1943 bis
                               Jänner 1944 fast  jede Woche zumeist Sonntag - Fliegeralarm;
12.01.1944          Frauen- und Kindertransport aus Steyr - Bombengefahr, Unterbringung in Buchkirchen;
22.01.1944          Musterung Jahrgang 1927;
14.02.1944          290 Ausländer (ausländische Arbeiter) vorgeladen - Einvernahmen;
17.02.1944          30 Personen aus Steyr wegen Bombengefahr nach Buchkirchen übersiedelt;
22. 02.1944         Mittag 2 Stunden Fliegeralarm, im Süden 113 Flugzeuge abgeschossen; heftiges Flakfeuer hörbar;
23.02.1944          Fliegerkampf über Wels, 12 Uhr Mittag, 7 amerik. 4-motorige Bomber abgeschossen, davon 2 in 
                               Marchtrenk, 1 in Puchberg und 1 in Gunskirchen, die übrigen südlich von Wels, ca. 50 amerikanische 
                               Fallschirmjäger wurden gefangengenommen;
24.02.1944          Mittag 2 Stunden Fliegeralarm - heftige Explosionen hörbar (Steyr bombardiert), abends 9 bis 11 Uhr 
                               wieder Steyr bombardiert von amerikanischen Festungen; Linz schwere Flak- Sperrfeuer; abends 
                               Vöcklabruck bombardiert um 10 Uhr und Leuchtkugeln abgeworfen (Suche: Zellstoffwerk Lenzing), 
                               mittag 14 Uhr feindliche Flugzeuge gesehen, deutsche Jäger stießen nach.
13.03.1944          Pferdeaushebung in Wels;
02.04.1944          Fliegeralarm - vormittag 11 Uhr - Steyr bombardiert - Einflug Südosten des Reiches - 54 Flugzeuge, 
                               davon 50 4-motorige amerikanische Bomber abgeschossen;
06.04.1944          Fliegeralarm um 15 Uhr;
12.04.1944          Ein Transport Flüchtlinge aus Steyr nach Buchkirchen gekommen;
13.04.1944          Musterung der Jahrgänge 1884 bis 1888;
16.04.1944          Fliegeralarm
23.04.1944          14 Uhr - Fliegeralarm
24.04.1944          14 Uhr - Fliegeralarm, man hört dumpfe Töne von fallenden Bomben;
27.05.1944           mittags Fliegeralarm
28.05.1944           mittags Fliegeralarm
29.05.1944           Fliegeralarm
30.05.1944          10 Uhr vormittag; 1 Fliegerangriff auf Oberösterreich in Wels. Flugzeugwerke mit schweren Bomben,
                               Flughafen und Flughafenlazarett mit Brand- und Splitterbomben, über 200 Tote, viele Verwundete, 
                               die Flugzeuge, ca. 100 an der Zahl, flogen von Linz donauaufwärts und direkt über Buchkirchen nach 
                               Wels. Mehrere Bomber fingen zu brennen an, einige Insassen sprangen noch mit Fallschirmen aus, 
                               die Flugzeuge stürzend brennend trudelnd in die Tiefe. Die meisten Splitterbombenträger fielen bereits
                               im Orte Buchkirchen herunter. Die Feuerwehr Buchkirchen kam sofort in Einsatz nach Wels, wo es 
                               viele Brände gab;
07.06.1944          Nachmusterung von 68 Nachmusterungspflichtigen;
09.06.1944          9 Uhr vormittags - schwerer Fliegeralarm für Oberdonau; schwere Kampfverbände im Anflug aus 
                               Süden; Braunau Flakfeuer eröffnet; abgedreht nach München: 30 Fallschirmspringer abgesprungen 
                               bei Braunau;
26.06.1944          schwerer Fliegeralarm; vormittag: St.Pölten und Wien bombardiert; abends bei Wörister 1 deutsches 
                               Flugzeug in ein Rübenfeld abgestürzt, 1 Verwundeter;
29.06.1944          um zk.18 Uhr verunglückte der Betriebswärter Franz Huemer, geb. 5.2.1899, Schallerbach Nr.97 wohn-
                               haft, beim Anschluß einer Nebenleitung auf einem Masten neben dem Hause Buchkirchen Nr.44 
                               (Inspektor Franz). Er rutschte beim Anschluß mit dem Steigeisen, kam mit der Achselhöhle mit der 
                               Starkstromleitung in Berührung und war tot; nachts 12 bis ½ 2 Uhr schwerer Fliegeralarm - schwere 
                               Kampfverbände 15 ......... Linz, Wien stark - 57 abgeschossen;
07.07.1944          nachts eine Stunde Fliegeralarm;
08.07.1944          ½ 10 bis ½ 12 Uhr Fliegeralarm, schwere Kampfverbände mit Jagdschutz im Raum St.Pölten - Wien;
15.07.1944          vormittags Fliegeralarm - Wien bombardiert;
16.07.1944          vormittags Fliegeralarm - Wien bombardiert;
19.07.1944          11 Uhr Fliegeralarm; schwere Kampfgeschwader im Raum Braunau - Passau - Mühldorf - München;
21.07.1944          10 Uhr schwerer Fliegeralarm: schwere Kampfverbände tummelten sich im Raum Attnang - Vöckla-
                               bruck und flogen dann Richtung Protektorat - Bomben fielen auf Bahnhof Ried..... usw., mittags flogen 
                               die Kampfverbände zurück, westlich Wels, zk. 200 Flugzeuge - man sah die Kampfstaffeln fliegen;
22.07.1944          12 bis 2 Uhr nachts Alarm, Flugzeuge überflogen Linz Richtung Protektorat und zurück; Linzer Flak 
                               schoß schwer;
25.07.1944          ½ 11 Uhr: Fliegeralarm - schwere Kampfverbände tummelten sich im unteren Mühl- viertel und griffen 
                               Linz an und bombardierten es; man hörte die Explosionen und die Flak- schüsse; 12 Uhr Mittag - 
                               Schluß - man hört Kampfverbände fliegen und sah deutsche Jagdflieger;
27.07.1944          Musterung Mädel Jahrgang 1927, RAD;
02.08.1944          Pferdemusterung;
07.08.1944          Mittag - Fliegeralarm; (11 bis 12 Uhr);
20.08.1944          22 Uhr 30 - Fliegeralarm, Kampfverbände flogen Wels und Linz an, schweres Flak-Feuer, grell war der 
                               Himmel mit vielen, vielen Scheinwerfern erleuchtet und die Flakexplosionen spritzten am Himmel; viele 
                               Leuchtbomben (Christbäume) wurden geworfen. Richtung Linz - St.Valentin - der Angriff galt den Nibe-
                                lungenwerken St. Valentin. Auch in Buchkirchen, Ortschaft Hupfau fielen 8 schwere Bomben; H........bei 
                               Achlergut. Schrempfedergut zertrümmert. oder: Bombenabwurf in Hupfau/Unterholz um zk. 23 Uhr 30. 
                               Von einem amerikanischen Flugzeug 8 mittelgroße Sprengbomben auf freies Gelände (Notwurf), alle 
                               explodierten: Bombentrichter in Tiefe von 5 m und Durchmesser 6 Meter entstanden auf den Feldern 
                               der Bauern Martin Wiesmayr, Hupfau 2, Joh.Lenzeder, Hupfau 18, Joh.Mayr, Hupfau 15, Joh. Roithmeier, 
                               Unterholz 1, bei Joh. Ortmair, Anlieger in Hupfau 12, wurden durch den Luftdruck 19 Fensterscheiben 
                               zertrümmert;
21.08.1944          ½ 11 Uhr - Fliegeralarm;
22.08.1944          10 Uhr - Fliegeralarm;
23.08.1944          ½ 10 Uhr - Fliegeralarm;
24.08.1944          10 Uhr - Fliegeralarm; Flugzettel abgeworfen - Flak schießt - viele Verbände tummeln sich in Ober-
                               donau und ostwärts Linz; in Böhmen abgeflogen;
25.08.1944          11 Uhr - Fliegeralarm;
11.09.1944          10 Uhr - Fliegeralarm - Wien-Innenstadt bombardiert;
12.09.1944          12 Uhr - Fliegeralarm
13.09.1944          10 Uhr - Fliegeralarm
19.09.1944          15 Uhr feindliche Aufklärer über Linz - Buchkirchen - Wels, Welser Flak schoß ca. 20mal darauf;
23.09.1944          11 Uhr 50 Fliegeralarm; Einflug ca. 300 Flugzeuge über Oberösterreich, Innsbruck - Böhmen; 
                               Rückflug 2 - 3 Uhr Nachmittag. Eine Staffel flog über Buchkirchen nach Wels und warf ca. 70 Bomben
                               ab. Schwere Schäden am Bahnhof, Grünbachplatz und Herrengasse; Bombenabwurf aus einem Feind-
                               flugzeug um 13 Uhr auf ein Feld des Bauern Weinbergmair Wörist 5; die Bombe drang 5 m tief in die 
                               Erde ein und ist nicht explodiert;schwere Abwehrfeuer der Flak;
11.10.1944          Fliegeralarm zu Mittag;
12.10.1944          Fliegeralarm zu Mittag;
16.10.1944          von 11 bis 3 Uhr nachmittag - Fliegeralarm, von Passau bis Amstetten feindliche Kampf- verbände. 
                               11 Uhr 30 Abwurf einer kleinen Sprengbombe in Wörist auf das Feld des Bauern Friedl Ferdinand, etwa 
                               60 m von seinem Haus entfernt und explodierte. Bombentrichter 1 ½ Meter tief, Durchmesser auch 
                               1 ½ Meter;
29.10.1944          Jagdflieger beschossen Eisenbahnzüge zwischen Wels-Attnang-Vöcklabruck u. Wels-Kremsmünster;
04.11.1944          Wels, Linz, Valentin bombardiert, Bomben fielen auch in Scharten. Den ganzen Nachmittag explodierten 
                               die Zeitzünder;
06.11.1944          Fliegeralarm; Um 12 Uhr Mittag kamen auf 24 Wägen und 50 Pferden 170 volksdeutsche Flüchtlinge 
                               aus Neu-Banovci, Bezirk Alt-Pasua (in der Nähe von Semmling-Belgrad) nach 4-wöchiger Fahrt in 
                               Buchkirchen an. Um 10 Uhr vormittag wurde die Gemeinde telefonisch verständigt, daß sie diese 
                               Flüchtlinge unterbringen muß. Um 12 Uhr mittag war die Schule bereits geräumt und mit Stroh zur 
                               Lagerung versorgt.
07.11.1944          Fliegeralarm;
15.11.1944          von 10 Uhr 45 bis 13 Uhr wurden über Buchkirchen Flugblätter abgeworfen, mit dem Inhalt: 
                               Hitlers Kriegsindustrie in Österreich wird vernichtet und die alliierte Luftoffensive in Österreich ...........;
25.11.1944          von 4 bis 6 Uhr früh Feindflieger über Buchkirchen, Fliegerangriff auf Linz;
30.11.1944          Fliegeralarm - Angriff auf Linz;
03.12.1944          Mittag - Linz bombardiert - 1 Flugzeugabsturz gesehen; 05.12.1944 Flüchtlingspferdemusterung;
08.12.1944          Musterung Jahrgang 1928;
20.12.1944          Bombenabwurf aus Feinflugzeugen um zk. 11 Uhr 45 in Schnadt zwischen den Häusern Schnadt 10 
                               (Lipplgut) und Tischler in der Setz Schnadt Nr.14, auf das Lipplfeld, die Trichter hatten eine Tiefe 
                               von 4 - 5 Meter mit einem Durchmesser von 5 - 6 Metern; der Luftdruck zertrümmerte beim Lipplgut 
                              36 Fensterscheiben; 13 Uhr Abwurf von Flugblättern: Das neue Deutschland;
25.12.1944         12 bis 1 Uhr schwerer Luftangriff auf Wels; sehr großer Schaden, ca. 100 Flugzeuge, 7 Staffeln 
                              4-motorige Bomber griffen Wels an. Teppichangriff, Grünbachplatz über die Bahn bis zur Bismarkstr., 
                              Alois-Auer-Str., Dr. Schauerstraße, Teile der Rabl- und Salzburgerstraße bis Bernhardin bombardiert;
                              bei 100 Häuser beschädigt und zerstört, über 100 Tote und viele Brände, viele verschüttet. Feuerwehr-
                              Buchkirchen im Einsatz, abends mußten über 100 Volkssturmmänner mit Schaufeln und Krampen nach 
                              Wels. Auf der Bahn in Wels ist ein Benzintank explodiert, himmelhohe Rauchwolken die einige Zeit die 
                              Sonne verfinsterten. Die Detonation war so stark, daß die meisten Häuser in Buchkirchen Fenster-
                              schäden (auch Mauersprünge) hatten.
27.12.1944         Mittags - schwerer Fliegerangriff auf Linz;
28.12.1944         Mittags - schwerer Fliegerangriff auf Linz;
29.12.1944         Volkssturm Buchkirchen nach Wels - ca. 100 Tote begraben;

Jahr 1945

02.01.1945          Zwischen 9 und 10 Uhr vormittag, feindliche Aufklärer über Wels;
07.01.1945          8 Uhr abends - Fliegeralarm;
08.01.1945          154 Flüchtlinge (Ungarn) Männer, Frauen und Kinder aus der Umgebung von Agram angekommen. 
                               Sie Wurden in der Volksschule untergebracht;
17.01.1945          Flüchtlingslager Volksschule Buchkirchen gesperrt wegen Fleckfieber - 1 Toter, 1 Kranker;
21.01.1945          ½ 1 bis ½ 2 Uhr - Fliegeralarm - großer Fliegerangriff auf Linz - 400 Flugzeuge;
02.02.1945          Mittags - Fliegeralarm - Angriff auf Linz;
05.02.1945          Fliegeralarm;
07.02.1945          Mittags - Fliegeralarm - Angriff auf Linz;
08.02.1945          Mittags - Fliegeralarm; Gemeinde mußte 10 Feuerwerker der Kreisleitung Wels stellen (Schuttabfuhr);
13.02.1945          Pferdeaushebung 16 Stück;
14.02.1945          Fliegeralarm - mittags;
15.02.1945          Fliegeralarm - mittags; Stellung von 10 Feuerwerkern an die Kreisleitung Wels zum Schuttabführen;
16.02.1945          Fliegeralarm;
17.02.1945          Fliegeralarm - Mittag; 13 Uhr Angriff auf Wels und Linz. Wels 19 Tote, Vorstadtpfarrkirche beschädigt;
18.02.1945          Mittag - Fliegeralarm - Angriff auf Linz;
19.02.1945          zu Mittag - Fliegeralarm;
20.02.1945          zu Mittag - Fliegeralarm;
21.02.1945          zu Mittag - Fliegeralarm;
22.02.1945          zu Mittag - Fliegeralarm; Stellung von 15 Feuerwerkern zur Schuttabfuhr in Wels;
23.02.1945          zu Mittag - Fliegeralarm;
24.02.1945          zu Mittag - Fliegeralarm;
12.03.1945          11 bis 2 Uhr Mittag - Fliegeralarm - Großangriff auf Wien;
17.03.1945          Flugzeugabsturz in Ottenham - 9 Uhr 45 Jagdflugzeug M.E. 109 v. Flughafen Wels bei einem Übungsflug
                              abgestürzt. Flugzeugführer lag 120 Meter von der Absturzstelle und war tot, Flugzeug wurde zertrümmert; 19.03.1945          Fliegeralarm, 8 Tiefflieger über Buchkirchen; Eisenbahnzüge in Wels und Haiding beschossen, einige 
                               Geschosse von Haiding her beschädigten das Dach des Gemeindehauses;
20.03.1945          von ½ 1 bis ½ 2 schwerer Luftangriff auf Wels mit ca. 200 4-motorigen schweren Bombern 
                               (Frachtenbahnhof);
21.03.1945          Luftangriff auf Wels, Frachtenbahnhof, durch rückfliegende Verbände aus der Tschechei;
25.03.1945          um ca.13 Uhr 30 Splitterbombenabwurf .Es wurden von amerikanischen Flugzeugen auf die Ortschaften: 
                               Oberprisching, Oberperwend, Niederlaab, Niedergrafing, Ober- grafing, Haberfelden, Mistelbach, Hart-
                               berg, Ötzing, Radlach, Schickenhäuser ca.2.000 Splitterbomben abgeworfen, und folgende im Freien 
                               befindliche Personen getötet bzw. verletzt: 
                               Oberperwend:     Ostarbeiter: 
                                                            Iwan Wasilschenko, geb. 7.10.1919 in Wolkvcisk-Lonski;Kreis Kiev, (Russe) 
                                                            Suborew Archip, geb. 12.04.1903 in Wylatowa, Kreis Kursk, Rußland, (Russe) 
                                                            Adam Brewka, geb. 21. 12. 1893 in Bodleschica, Kreis Warthenau, Polen (Pole) 
                                                            Banko Iwanoff Bankoff, geb. 11.8.1949 in Kosarevetz, Bulgarien, (Bulgare) 
                                                            Bowilas Jaseitis, geb. 22.7.1914 in Vilaus, Littauen (Littauer) 
                                                            Anna Petkerizinte, geb. 30.12.1926 in Viliotes, Littauen (Littauerin) 
                                                            Karl WILLIBALD, Reichsbahnbeamter, geb. 7. Juli 1898 in Andorf, Schärding; 
                              Oberprisching:      Landarbeiter: 
                                                            Perfoll Agnes, geb. 27.12.1909, geb. Linden, Kreis Kaplitz 
                                                            Winkler Stefanie, geb. 16.12.1911, geb. in Linden, Kreis Kaplitz 
                               Weiters wurden 7 Personen schwer, und 12 Personen leicht verletzt. Die Schwerverletzten wurden in 
                               das Krankenhaus Wels gebracht. Ferner wurden an den Häusern ca. 400 Fensterscheiben zertrümmert 
                               und an den Fluren, Obstbäumen, Waldungen entstand beträchtlicher Schaden. An 17 Häusern Dach-
                               schäden verursacht. In Oberperwend Nr. 5 wurde ein Pferde- ...........getötet und 3 schwer verletzt. Die 
                               durch Oberperwend, Niederlaab führende Stark- stromleitung wurde an 3 Stellen unterbrochen. Die 
                               Blindgänger wurden einige Tage später von Kazettlern (KZlern) ausgegraben. Musterung des Volks-
                               sturms Buchkirchen in der Gemeindekanzlei Buchkirchen;
26.03.1945          Musterung des Jahrganges 1929;
04.05.1945          Einmarsch der amerikanischen Truppen in Wels. Beim Einmarsch der amerikanischen Truppen in Wels 
                               wurde der Ort Buchkirchen bzw. Gemeindeamt und Gendarmerieposten Buchkirchen von den Ameri-
                               kanern nicht besetzt, jedoch rollten die Panzerfahrzeuge und Autokolonnen einige Tage Richtung 
                               Eferding - Scharten - Buchkirchen - Wels bzw. Scharten - Mistelbach - Holzhausen - Hörsching - Linz; 
                               Den .............- und Sicherheitsdienst übernahm über Befehl der amerikanischen Militärregierung in Wels, 
                               die in Buchkirchen befindlichen französischen kriegsgefangene Arbeits- .............................., das im 
                               Gemeindehaus eine Kanzlei u. 1 Wachzimmer erreichtet und vor dem Gemeindehaus einen Doppel-
                               posten aufstellte. 
15.05.1945          Es wurden sämtl. franz. Kriegsgefangene vom Flugplatz Hörsching mit Flugzeugen heimbefördert.
14.05.1945          Es wurde der Gendarmerieposten von 6 polnischen Emigranten und gewesenen Konzentrationslager-
                               flüchtlingen, die von der amerikanischen Militärregierung Wels als Polizei eingesetzt war, besetzt. Die 
                               Besetzung dauerte 10 Tage. Danach wurde ihnen die frühere Herberge als Wachzimmer zugewiesen. Ein-
                               quartiert waren sie beim Bauern Weiß, Gurmayr, Nd.Grafing 11. Das Verhalten dieser Emigranten und
                               Konzentrationsflüchtlingen glich bis zum Abgang. Per Mitte Juni 1945 folgte jenen eine bewaffneten 
                               Diebs- und Erpresserbande. Sie stahlen im Gendarmerieposten verschiedene Gegenstände, machten 
                               mit der hier befindlichen ausländischen Arbeitern gemeinsame Sache und führten bei mehreren Bauern 
                               Diebstähle und Lebensmittelwegessungen durch.
15.05.1945          Beim Abtransport des französischen Arbeitskdo. wurde von der amerikanischen Militärregierung Wels 
                               neben der polnischen Polizei auch noch eine ungarische Polizei, die aus Soldaten des 10. ungar. Feld-
                               lazarettes, die im Pfarrhof einquartiert waren, gestellt wurden, als Ordnungspolizei bestellt und bezog 
                               im Gemeindehaus das Wachzimmer das vorher die Franzosen inne hatten. Beim Gemeindeamt wurde 
                               auch ein Doppelposten aufgestellt. Aber auch die Ungarn kümmerten sich wenig um die Ordnung in der 
                               Gemeinde, tranken, gingen mit ihren Militärgewehren fleißig jagen und schossen fast den ganzen Rehbe-
                               stand nieder. Am 22. Juni 1945 wurde dieser Polizei die Tätigkeit eingestellt.
03.06.1945          In der Früh, 4 Uhr, fuhren die Kriegsgefangenen Franzosen aus dem Gemeindegebiet, ca. 600 Mann auf 
                               den Flugplatz Hörsching, wo sie mit Flugzeugen (4-motorige Bomber) heimtransportiert wurden. von 
                               9 Uhr vormittag bis 5 Uhr nachmittag flogen über 600 4-motorige Bomber mit den kriegsgefangenen 
                               Franzosen über Buchkirchen in ihre Heimat.
05.06.1945          Hat die heutige Gendarmerie (ohne Waffen) den Dienst wieder aufgenommen;

Plünderungen in Buchkirchen

Mai bis Dezember 1945:
In der Zeit vom Mai bis Dezember 1945 überfielen stark bewaffnete Banden, deren Mitglieder zumeist aus dem Polenlager
in Wels stammten, nachstehend angeführte Häuser, trieben die Besitzer und die Leute in den Keller und plünderten das
Haus aus:

14.05.1945           Josef Lettner, Radlach 17;
28.05.1945           Johann Ecker, Dangl, Hupfau 1
20.06.1945           August Jellmair, Traunsteiner, Schickenhäuser 7
15.07.1945           Heinrich Hochmayr, Fellner, Hupfau 16
17.07.1945           Martin Wiesmayr, Papst, Hupfau 2
20.07.1945           Karl Pröll, Wolfsgruber, Wolfsgrub 7
24.07.1945           Johann Wörister, Wörister, Radlach 13
26.07.1945           Felix Lenzeder, Hupfau 18
27.07.1945           August Jellmair, Traunsteiner, Schickenhäuser 7
27.07.1945           Franz Wimmer, Luckermair 3
30.07.1945           Maria Jungmair, Gruber am Berg, Niederhocherenz 9
03.08.1945           Josef Haselmair, Oberperwend 11 21.08.1945 Josef Finkenmair, Hartberg 8
13.09.1945           Rosina Doppelbauer, Mair in Grafen, Oberhocherenz 7
01.11.1945           Andreas Freimüller, Niederbauer, Ennsberg 4
12.12.1945           Hermann Pascher, ........, Oberhocherenz 8

Diese Leute wurden von den Banditen teilweise mißhandelt, der Bauer Martin Wiesmayr wurde am rechten Arm
angeschossen. Durch unfangreiche Streifungen, Lagerdurchsuchungen und Erhebungen konnten die meisten
Plünderungen aufgeklärt und die Täter dem Gericht der amerikanischen Militärregierung zugeführt werden.

Als Täter der Plünderungen am 1.11.1945 und 12.12.1945 wurde die polnischen Staatsangehörigen Jakuborsky,
Sikorn, Hawel, Woiciak, Cicchososky, Hevko, Dul, Rybek,Chmielarzyk, Szelanzek, Ian Wasik, Josef Rybezgmisky,
Vinzenz Majeovsky, Miran Cziadyk ausgeforscht und den Militärgerichten zugeführt. Die Täter erhielten je 10 Jahre
Kerker, wogen Jakuborsy hingerichtet wurde; Sikorn, Hevko,Dul, Chmielarzyk, je 5 Jahre Kerker; Ian Rubek ist noch
flüchtig, konnte nicht ausgeforscht werden.

12.06.1945            2 Typhusfälle in Buchkirchen. 1 ungarischer Soldat in Grafing - Flecktyphus und das Kind von 
                                 Dr. Popp, Mistelbach - Bauchtyphus;
20.06.1945             Besprechung beim Militär-Gouvernment von Wels, Sakelarius;
21.06.1945             Brand der Holzhütten beim Gruber am Berg;
25.06.1945             Mitternacht; Plünderung des Wolfsgrubergutes in Wolfsgrub 3 durch eine schwerbewaffnete Bande 
                                 mit ca. 30 Mann;
10.07.1945             Sämtliche herrenlose Militärfahrzeuge - Anmeldung;
15.08.1945             Abfahrt des ungarischen Militärs in das Lager Wels-Alpenjägerkaserne, ca. 800 Mann;
26.09.1945             Gemeinde-Vertretung Fragebögen ausfüllen für die Amerikaner;
25.11.1945             Nationalrats- und Landtagswahlen;
12.12.1945             Versammlung im Gasthaus Schuh - Kartoffelkäferbekämpfung;

Jahr 1946

30.03.1946             Konstituierende Sitzung des Gemeindeausschusses und Wahl des Bürgermeister Dr. Rudolf Ender;
21.07.1946             Goldene Hochzeit: Mistelberger Johann und Rosa Silberne Hochzeit: ihre Tochter Theresia, ver-
                                  ehelichte Hoflehner in Mistelbach;
12.10.1946             ist der u.e. Sohn Gerhard der Ernestine Brunner in der Hauslacke des Besitzers August Weiß, 
                                  Oberhocherenz 12, ertrunken (Hauslacke war nicht eingezäunt)
31.12.1946             In den Wintermonaten 1946/47 wurden verschiedene Bauern von Geflügel- und Fleischdieben heim-
                                  gesucht. Die Spuren führten nach Wels;

Jahr 1947

08.03.1947            Abends - Schneesturm, 10 cm Neuschnee. Auf den Feldern liegt noch ½ Meter Altschnee; Die Hasen
                                 richten viel Schaden an den Obstbäumen infolge Nagen an;
09.03.1947            Großartige Schlittenbahn;
10.03.1947            - 8 ° C Kälte;
16.03.1947            - 10 ° C Kälte;
17.03.1947            Lieferung von 65 Schlachtschweinen à 100 kg;
19.03.1947            Fast jede Woche muß die Gemeinde 10 Stock Rinder liefern;
26.03.1947            17 Stk. Rinder liefern;
08.04.1947            Großer Mangel an Futter für die Kühe, die Bauern müssen zum Teil mit Tannenreisig und Laub vom 
                                 Walde das Vieh füttern;
14.05.1947            Eichung in Buchkirchen; 18. und
19.05.1947            Lieferung von Most;
25.10.1947            Konstituierung Sitzung, Sanitätsausschuß;
18.11.1947            In den Jahren 1946 und 1947 wurden in der Gemeinde Buchkirchen zahlreiche Einbrüche verübt, bei 
                                 welchen Geflügel, Kaninchen, Schweine, Fleisch und Geld gestohlen wurde. Als Täter wurden die ......
                                 Rudolf Heizinger, Buchkirchen 12, und Fritz Steiner, Buchkirchen 14, und die Geliebte des letzten, 
                                 Amalia Strasser, Schickenhäuser 10, welche anfangs Oktober 1947 mit Friedrich Steiner nach 
                                 Deutsch-Altenburg, Bez. Bruck a.d. Leitha, N.Ö. verzog, verhaftet. (13 Einbrüche; 1 Schwein, 
                                 1 halbes Schwein,55 Hühner, 19 Enten, 26 Gänse, 8 Indianer, 3 Kaninchen, 20 kg Selchfleisch, 
                                 20 kg Würste, 2 kg Butter, 30 Eier - Gesamtwert: 2.320 S - Heizinger und Steiner erhielten 
                                 4 Monate Kerker; Strasser 3 Monate Kerker;
12.12.1947            Um 1 Uhr 15 drangen unbekannte Täter durch Verbiegen eines Fenster- kreuzstabes in die Wasch-
                                 küche des Krämers und Briefträgers Hermann Zauner in Hu- pfau 21 ein um von dort das im Hause 
                                 gelegene Postamt Mistelbach in dem sich anläßlich der Schilling-Umwechslung 500.000 neue 
                                 Schillinge befanden, zu gelangen. Der Gendarm Josef Reiter, der zur Überwachung des Postamtes 
                                 kommandiert war,gab mit seiner Dienstpistole, durch die vom Wohnzimmer in die Küche führende Tür 
                                 mit Glasfüllung, auf den ersten von der Waschküche in die Küche eindringenden maskierten und mit 
                                 einer Pistole bewaffneten Einbrecher 2 Schüsse ab; die aber nicht getroffen haben dürften, weil dieser
                                 mit seinen Komplizen unerkannt fliehen konnte;
15.12.1947            Heftiger Sturmwind, beim Deml in Hartberg drückte der Sturm die Westfront des Neubaues mit zwei 
                                 Betongrenzen ein und durchschlug die Kellerdecke. Beim Honisn, Oberhocherenz Nr.17 wurde die 
                                 Westfront eingedrückt. Sehr trockenes Jahr - von Juli bis Ende Oktober kein Regen; Die Wiesen waren 
                                 durchwegs rot und braun verbrannt.

Jahr 1948

08.03.1948          Altbürgermeister und Ehrenbürger Karl Jungmair, Niederhocherenz 1, gestorben 70 Jahre alt; 
01.06.1948          Brand in Oberprisching 11 (Mair-Hansengut): An der Westwand der Scheune waren zk. 14 rm hartes 
                               zerkleinertes Brennholz und 700 Bündel Reisig aufgeschlichtet (Südwestseite). Durch die Kraftstrom-
                               leitung, die darüberhing, brach Feuer aus und verbrannte das Holz und Reisig und zk. 60 m² Dachfläche 
                               der fast leeren Scheune (Schaden 15.000 S). Dem Eingrei- fen der Feuerwehren Holzhausen und Mistel-
                               bach und Wels gelang es, das Feuer zu dämpfen und das Haus zu retten;
12.06.1948          Um 20 Uhr stürzte der Büroangestellte Karl Keil, Wels, Vogelweiderplatz 2 auf der Eferdingerstraße 
                               (Talfahrt von Obergrafing-Niedergrafing) vom Fahrrad und blieb bewußtlos liegen (Schädelbasisbruch). 
                               Rettung brachte ihn nach Wels - Krankenhaus, wo er am 13.6.1948 um 4 Uhr früh starb;

Jahr 1949

24.09.1949          Selbstmord: um ca. 8 Uhr früh wurde die Gattin des Landwirtes Johann Kraxberger in Buchkirchen 25 
                               (Paullehnergut) namens Julie Kraxberger, geb. 15.5.1903 in den 100 Meter entfernten Paullehnerteich. 
                               Von der 16 Jahre alten Tochter Maria tot aufgefunden. Sie litt seit 2 Jahren an religiösem Wahnsinn, 
                               ist in letzter Zeit wiederholt vom Hause fort und auch am 24.09.1949 um 5 Uhr früh und ist umherge-
                               rannt. Sie hat wiederholt Selbstmordabsichten geäußert. Sie hinterläßt den Ehegatten und 5 Kinder im 
                               Alter von 10 bis 19 Jahren;
07.11.1949          Skelettfund in Buchkirchen; Im Vorhause des Gasthauses Hubinger in Buchkirchen 4 wurden Gra-
                               bungen vorgenommen anläßlich der Verlegung einer Wasserleitung und wurde unter dem Pflaster das 
                               Knochengerüst eines menschlichen Unterkörpers gefunden. Nach Angabe des Bezirksarztes Dr. 
                               Schättinger aus Wels, stammt dieses Skelett dem Becken nach von einer verwesten Frauenperson 
                               und dürfte mindesten 50 Jahre vergraben gewesen sein. Hiezu gab die 65 Jahre alte ..................gattin 
                               Julie Aichinger, Schnadt 2, der Gendarmerie Buchkirchen an, daß ihre Mutter Maria Wimmer, wiederholt 
                               erzählt hat, daß im Hause Buchkirchen Nr.4 in den letzten Jahren, als es der Fleischhauer Johann 
                               Traunmüller noch besessen hatte, eine stumme Frauenperson da war und diese auf einmal ver-
                               schwunden ist. Sie soll von Traunmüller ein Kind erwartet haben. Der Fleischhauer Traunmüller soll mit 
                               Vorliebe braune Strümpfe getragen haben und wurde daher „ Braunstrumpf“ genannt. Die bei ihm ge-                               wesene Frauensperson hatte daher den Rufnamen „Braunstrumpstummerl“. Der Fleischhauer Traun-
                               müller soll ein roher und grober Mensch gewesen sein. Aus den im Pfarrhof Buchkirchen liegenden 
                               Aufschreibungen wurde festgestellt, daß der Fleischhauer Johann Traunmüller, geb. 9.1.1830 in 
                               Buchkirchen, im Jahr 1844, das Haus Buchkirchen Nr. 4 von seinen Eltern Josef und Magdalena 
                               übernommen und sich am 30.08.1859 mit der Wirtstochter Magdalene Wachelmair (od.Wechelmair) 
                               aus Lambach verehelicht haben. Er hat am 4.5.1861 das Haus Buchkirchen 4 verkauft und ist auf das 
                               Haus Buchkirchen 15 gezogen und hat dort die Fleischhauerei weiter fortgeführt. Er hat aber 1870 das 
                               Haus Buchkirchen 15 wieder verkauft und ist angeblich nach Wels verzogen. Es wurde soweit eruiert, 
                               daß der Fleischhauer Joh. Traunmüller die stumme Frauensperson, die von ihm schwanger gewesen ist 
                               oder ein Kind gehabt haben soll, nur der Ehe wegen, die am 30.08.1859 erfolgte, als Ehehindernis 
                               ermordet, zerstückelt und in Vorhaus im Lehmboden vergraben hat. Da ihm diese Tat infolge seiner 
                               Rohheit zugemutet wird und er bereits am 4.5.1861 sein Elternhaus neben der Kirche, welche Lage 
                               damals eine gute Geschäftslage war, verkauft und er 1870 überhaupt seinen Heimatort als alleiniger
                               Fleischhauer verlassen hat, wird angenommen, daß er sich wegen seiner Tat im Elternhaus und seinem 
                               Heimatort nicht mehr wohl fühlte, und ihn dies zum Verlassen des Elternhauses und des Heimatortes 
                               bewogen hat. Für die Annahme einer gewaltsamen Beseitigung und Zerstückelung der Person des 
                               ausgegrabenen Skelettes spricht auch der Umstand, daß das Steißbein mit einem schweren Gegenstand 
                               durchtrennt worden sein dürfte.
15.11.1949          Tödlich verunglückt: Um zk. 12 Uhr 45 erhielt der beim Bauern Adolf Berghammer, Hundsham 13,
                               befindliche Strafgefangene in Arbeit befindliche Ludwig Wilflingseder, geb. 17.07. 1902, in Neumarkt/
                               Hausruck geboren, Gußformer, den Auftrag, mit dem Pferdefuhrwerk Zuckerrüben zur Sammelstelle zu 
                               fahren. Als er mit dem Fuhrwerk auf dem er zk. 2.500 kg Zuckerrüben aufgeladen hatte, kurz vor der 
                               Einmündung der Hartberger in die Eferdinger- straße befindlichen 2,60 m breiten Hohlweg passierte, 
                               ging er auf der 70 cm hohen Böschung, glitt der Spur nach aus und dürfte vom Wagen das linken 
                               Hinterrad über seinen Kopf gerollt sein; Schädelbasisbruch mit sofortigem Tod. 
24.12.1949          Selbstmord: um ca. 20 Uhr 15 hat sich der Landarbeiter Johann Gruber, geb. 7.10.1930 in Buchkirchen,
                               Sohn des Gutsverwalters Johann Gruber in Mistelbach 3, nach einer Rüge seines Vaters wegen seiner 
                               Trunkenheit, im Hofraum des Meierhofes Mistelbach 2 miteinem 15 schüssigen ..........U.S. Armeegewehr
                               Kal. 7 mm, den er in der Wagnerei versteckt hatte, in selbstmörderischer Absicht mit in den Mund einge-
                               schobener Laufmündung durch den Kopf geschossen und war sofort tot. Die Leiche wurde am 
                              28.12.1949 am Friedhof Buchkirchen kirchlich begraben.

Jahr 1951

03.02.1951         Um 10 Uhr 15 ist die in Hupfau 10, Gde. Buchkirchen, wohnhafte Volksschülerin Johanna Jungreithmair,
                              geb. 13.12.1941, beim Zureichen des Holzes zur Kreissäge mit der linken Hand in das rotierende Säge-
                              blatt gekommen, wobei ihr diese das Handgelenk fast zur Gänze abgetrennt hat. Dr. Holzhey aus 
                              Marchtrenk brachte sie ins Krankenhaus Wels, so ihr die linke Hand amputiert werden mußte;
25.04.1951         Einführung der Gummiknüttel bei der Bezirksgendarmerie als mindergefährliche Waffe;
20.12.1951         Beschluß des o.ö. Landtages, die Hocherenzerstraße als Bezirksstraße Nr.1229; vom Land endgültig 
                              übernommen mit 01.01.1953; Beschluß des o.ö. Landtages, die Haidingerstraße als Bezirksstraße 
                              Nr.1232 vom Land OÖ. endgültig zu übernehmen

Jahr 1952

01.02.1952        Ausbruch der Maul- und Klauenseuche bei Haselmair, Oberperwend 11; 105 Gehöfte wurden in der 
                             Gemeinde mit Ausnahme der Ortschaften Hartberg und Ottenham, befallen und erlosch mit 
                             23.06.1952. Zwecks Hintanhaltung der Verschleppung war immer ein Umkreis von 2 km vom 
                             Seuchenhof als Sperrgebiet erklärt. Vom 14.3.1952 bis 10.4.1952 war auch die Volksschule und 
                             Kirche und Gasthäuser gesperrt. 18.06.1952 ½ 5 Uhr nachmittag; Heftiger Sturm und starkes Gewitter 
                             mit Wolkenbruch. Eine Sturmfront Mitterlaab-Niedergrafing-Haberfelden-Mistelbach legt viele Bäume um; 22.06.1952         Erlöschen der Maul- und Klauenseuche in der Gemeinde;
06.07.1952         Goldene Hochzeitsfeier Grabmair Friedrich und Theresia, Obergrafing 6, mit Festzug in die Kirche;
12.07.1952         Ausbruch der Maul- u. Klauenseuche zum 2. Mal beim Hause Buchkirchen 23 (Merkermair- gut);

Jahr 1953

01.01.1953          wurde die Hocherenzerstraße vom Land OÖ. als Bezirksstraße übernommen;
22.02.1953          Nationalratswahl: 728 Österr.Volkspartei, 577 Sozialisten; 13 Volksopposisten; 95 Wahlpartei 
                               der Unabhängigen;
09.03.1953          Begräbnis des Marschall Stalin, Rußland; alle öffentlichen Gebäude mußten auf Halbmast beflaggen;
10.05.1953          Schneesturm den ganzen Tag. Alles wie mitten im Winter;
14.06.1953          17 Uhr heftiges Gewitter mit Wolkenbruch. Der Blitz schlug ein beim Merkermair, ohne zu zünden. 
                               Verschiedene Masten und Felder. Hundshamerbach wurde so groß, daß das Wasser zk. ¼ Meter hoch
                               über die Ortsstraße rann;
16.06.1953          17 Uhr über Buchkirchen - Hundsham, Sommerfeld, Grafing sehr schweres Gewitter mit sintflutartigem 
                               Wolkenbruch. Das Wasser vom Hundshamerbächlein kam in einer Breite von 20 Meter brausend heran 
                               und überschwemmte den Ort Buchkirchen. Vom Aigner-Bäck bis zu Dr. Ender floß des Wasser in einer 
                               Höhe von ½ Meter über die Ortsstraße. Das Gemeindehaus war von einem See umgeben, ebenso das 
                               Haus des Gemeindearztes Dr. Ender. Auch vom Bäckerberg, Hochmayrberg kam massenhaft Wasser
                               in den Ort und konnte die bestehende Kanalisation nicht mehr aufnehmen. Daher überall Überschwem-
                               mung. Die Feuerwehr mußte angreifen und später die Häuser und Keller wieder leer pumpen.
20.06.1953          Turn- und Sportfest in Buchkirchen
21.06.1953          Turn- und Sportfest in Buchkirchen
04.07.1953          15 Uhr wieder Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen. Straße beim Gemeindehaus wieder ½ Meter 
                               hoch überschwemmt.
12.05.1953          Goldene Hochzeit: Eferdinger Josef, geb. 27.06.1880 Eferdinger Maria, geb. 24.08.1876, 
                               Sommerfeld Nr.4 wohnhaft;
09.06.1953          Goldene Hochzeit: Aichinger Josef, geb. 1.7.1877 Aichinger Juliane, geb. 10.11.1884,
                               Schnadt 2 wohnhaft;
01.07.1953          Aufhören jeglicher Bewirtschaftung von Lebensmitteln und Schluß mit den letzten Lebensmittelkarten,
                               welche seit 01.09.1939 geführt werden mußten;
18.07.1953           Heißester Tag des Jahres, ca. 19 Uhr kam eine Unwetterkatastrophe mit Gewitter, Hagel und Orkan 
                                über Oberösterreich herein. In Buchkirchen riss der Sturm viele Obstbäume um; viel Obst wurde 
                                von den Bäumen geschüttelt. Die Pappeln beim Hipoltsederhaus entwurzelt und zerschlugen den Rest 
                                vom Hipoltseder. Das Sägewerk des Baumeister Thanhofer in Grafing wurde vom Sturm umgerissen; 
                                der Strom war überall weg. Blitz auf Blitz folgte. Beim Hochmair-Stadl, Buchkirchen 16 hatte der Blitz 
                                eingeschlagen, auch beim Merkermair im Haus- stock, beidemale ohne zu zünden, sondern zerfetzte 
                                nur einige Träme. Bei den Lettner- Pappeln in Radlach (Grenze gegen Puchberg) wurde Martin Doppler, 
                                geb. 7.10.1903 von einem Blitz erschlagen. Die Leiche wurde um 6 Uhr früh den anderen Tag von 
                                Greiml, Radlach gefunden bzw. entdeckt.
26.07.1953           Erbhoffeier in Buchkirchen. 12 Bauern, die über 200 Jahre ihre Bauernhöfe in Geschlechtsfolge be-
                                wirtschafteten, erhielten von der O.Ö. Landesregierung den Ehrennamen Erbhobbauern. Die feierliche 
                                Übergabe d. Ehrendiplome, Planketten u. Chroniken führte unser Herr Landeshauptmannstellvertreter
                                Felix Kern durch; nach dem Festgottesdienst am Ortsplatz - anschl. Festtafel im Gasthaus Schuh. 
                                Hier wurde dem Landeshauptmann- Stellvertreter die Ehrenbürger-Urkunde überreicht.

                        Erbhöfe:

                                                                                                                                                         geht zurück bis:
                                Wörister                      Wöristergut,                      Radlach 13                        1644 u. früher die Eltern 
                                Scheck                        Kurzhaberfellnergut,         Haberfelden 2                   1649 
                                Grabmair                     Demlgut,                            Hartberg 3                        1660 
                                Wimmer                       Luckermairgut,                  Luckermair 3                    1665 
                                Weinbergmair              Felmergut,                         Wörist 5                            1670 u. früher die Eltern 
                                Jellmair                        Traunsteinergut,               Schickenhäuser 7            1674 
                                Lehner                          Vierzgergut,                      Niederhocherenz 6           1686
                              
  Jungmair                      Gruber am Bergut,             Niederhocherenz 9          1708 
                                Kempl                           Kemplgut,                          Oberprisching 9               1724 
                                Böck                             Ganglgut,                           Epping 18                         1725 
                                Bauer                            Guglsbergergut,                Mistelbach 18                  1733 
                                Grabmair                      Gaderlehnergut,                 Radlach 19                      1746

                                Brückenweihe in Oberperwend um 3 Uhr nachmittag durch Herrn Pfarrer P. Eberhard Langeneder, 
                                Buchkirchen. Ansprache von Herrn Pfarrer: „Laßt uns eine Brücke bauen für den Verkehr, von Ort 
                                zu Ort, von Mensch zu Mensch, von Familie zu Familie, von Land zu Land, von Volk zu Volk, von 
                                diesen in die Freiheit.“ Auch Herr Landesrat Dr. Kern sprach: Der Bau kostete einschließlich
                                Straßenbefestigung, Bachumlegung, Brückenneubau rund 240.000 S; Bauzeit 8 Monate. Nach 
                                Maier Ansprache zerschnitt er das Band, das die Brücke absperrte und wurde daraufhin für den 
                                Verkehr freigegeben. Mit Musik gings zum Gasthof Minichmair, wo der gemütliche Teil stattfand. 
                                Alles fand bei heißer frühsommerlicher Witterung statt.
01.07.1953           Übergabe der Haidinger Straße in die Verwaltung des Landes Oberösterreich;
28.08.1953           die Sturmschadensammlung in Buchkirchen ergab einen Betrag von 6.078 Schilling 50 Groschen. 
                                Die Gemeinde spendete 1.000 Schilling;
01.09.1953           Beginn der Bauarbeiten bei der Haidinger Straße;

Jahr 1954

01.06.1954           Beginn der Kanalisierung im Orte Buchkirchen, als Vorarbeit zur kommenden .........firmung;
18.06.1954           Bischofkondjukor Zauner in Buchkirchen auf Inspektion;
19.06.1954           Bischofkondjukor Zauner in Buchkirchen auf Inspektion;
25.06.1954           abends 19 Uhr - Blitzschlag bei einem Gewitter in Schickenhäuser. Der Blitz erschlug beim 
                                Pferdekaufmann Jellmair, einen teuren Zuchthengst auf der Weide, 2 ½ Jahre alt, 
                                Schaden: 18.000 S;
07. 07.1954          Schwere Dauerregen mit Wolkenbrüchen; bis 09.07.1954; der Hundshamerbach schwoll so an, 
                                daß das Wasser über den Betonsockel vom Gemeinde Hausgarten floß, den Garten überschwemmte
                                und in einer Höhe von 40 cm beim Gitter des Gemeindehauseingangs auf die Straße abfloß, wo die 
                                Straße ca. 40 bis 50 cm überflutet war und in einer Breite von ca. 50 Metern gegen den Bach und
                                Hanslehneraus floß, wo es den Pferdestall und die Scheune durchfloß. Die große Wiese hinter dem 
                                Hanslehnergut, Schlosser bis zum ...........gut war ein einziger See. Samstag nachts mußte die Buch-
                                kirchner Feuerwehr nach Linz und war 11 Stunden ununter- brochen mit der Spritze im Einsatz 
                               (Flatterventilspritze); Kind ertrunken:

Jahr 1955

August 1955        Asphaltierung im Orte Buchkirchen und Lagerhausstraße